Fechten in Heidelberg

Faszination Fechten

Fechten - das ist eine einzigartige Mischung aus Kampf und Ästhetik, aus Technik und Taktik, aus Präzision und Konzentration. Der Heidelberger Fecht Club TSG Rohrbach und die Fechter der Universität Heidelberg ermöglichen allen Interessierten, die Faszination Fechten selbst zu erleben. Unterstützung erfährt unser Sport durch den Förderverein Heidelberger Fecht Club. Herzlich Willkommen auf unserer gemeinsamen Internetpräsenz!


Georg Schmidt-Thomée gewinnt WM-Qualifikationsturnier der Senioren

Erfurt. Die Qualifikation zu den Senioren-Weltmeisterschaften 2011 geht in die heiße Phase - und die Degenfechter vom Heidelberger Fecht-Club TSG Rohrbach sind ganz vorne mit dabei. Beim Ranglistenturnier in Erfurt kämpften sich alle Heidelberger bis ins Finale - allen voran Georg Schmidt-Thomée, der erstmals in seiner Karriere solch ein hochwertiges Turnier gewinnen konnte.



Die erfolgreichen Heidelberger Senioren - von links: Michael Mahler, Hans-Ulrich Stolze und Georg Schmidt-Thomée. Foto: Nico Schäbe.

Nach fehlerloser Vorrunde schickte er zunächst Lauer (Leipzig) mit einer 10:2-Packung von der Bahn. Auch Hans-Ulrich Stolze und Michael Mahler wurden nach je vier Siegen und einer Niederlage gut gesetzt. Stolze erreichte durch ein 10:6 über den WM-Dritten Rainer Kluge (Darmstadt) ebenso das Finale der besten acht Fechter wie Michael Mahler, der gegen den Spanier Rodriguez beim 10:3 klar dominierte.

Im Viertelfinale trafen zwei der Heidelberger leider direkt aufeinander; Mahler hatte diesmal beim 10:6 über Stolze das bessere Ende für sich. Nach einer knappen 8:10-Niederlage gegen den amtierenden Europameister Thomas Bieler (Dresden) durfte er sich über die Bronzemedaille freuen.

Schmidt-Thomée lag im Viertelfinalgefecht gegen Bardling (Bauzen) schon 3:5 zurück, ehe ein Taktikwechsel das knappe 10:9 ermöglichte. Auch gegen seinen Dauerrivalen Michael Burkardt (Darmstadt) lag er lange zwei Treffer in Rückstand, ehe die größere Kampfbereitschaft den 10:9 Endstand sicherte.

Im Endkampf musste Schmidt-Thomée beim Stand von 9:9 seine Nervenstärke erneut unter Beweis stellen. Doch der Lehrer der Heidelberger Musik- und Singschule setzte den entscheidenden Treffer und düpierte den Favoriten, der seinerzeit als einziger DDR-Fechter den Heidenheimer Pokal - das wohl schwerste Fechtturnier der Welt - gewinnen konnte.

"Unsere Senioren haben zur Zeit einen richtigen Lauf," freute sich Sportwart Volker Oberkircher über ein Ergebnis, das nahtlos an Silber bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften und Silber für Hans-Ulrich Stolze in der deutschen Nationalmannschaft anknüpft. Nun stehen sogar die Chancen auf eine WM-Teilnahme gut: Georg Schmidt-Thomée hat auf dem zweiten Ranglistenplatz seiner Altersklasse allerbeste Aussichten, aber auch Hans-Ulrich Stolze könnte vom fünften Platz noch ins Team rutschen.

(Volker Oberkircher, 14 Jun 2010)


Ulli Stolze Vize-Europameister

+++ Mit dem Nationalteam holt der TSG-Senioren-Fechter Silber in Skopje +++

Skopje/Mazedonien. Hans-Ulrich Stolze, Abteilungsleiter der HFC-Fechtabteilung der TSG Rohrbach, feiert auf internationaler Ebene den größten Erfolg seiner langen Laufbahn: Mit dem Deutschen Senioren-Nationalteam bringt er nach seinem ersten Auftritt bei Mannschafts-Europameisterschaften gleich die Silbermedaille mit!



Ulli Stolze im Angriff

Der amtierende deutsche Vizemeister konnte hierzu einige entscheidende Siege beisteuern und kann trotz der Finalniederlage gegen den erfolgreichen Titelverteidiger Ukraine mit großer Zufriedenheit auf ein äußerst gelungenes Debut  zurückblicken. In der Vorrunde schlug das deutsche Team zunächst Gastgeber Mazedonien mit 8:1 und Norwegen mit 7:2, wobei Stolze jeweils zwei Gefechts-Erfolge beisteuern konnte. Gegen Finnland kam beim 6:3 dann neben Michael Burkardt und Norbert Kühn (beide vom FC Darmstadt) Ersatzmann Bädecker aus Ingolstadt zum Einsatz. Im Achtelfinale war Kroatien beim 5:0 kein wirklicher Prüfstein, doch bedeutete dann das souveräne 5:2 über den Mitfavoriten Russland im Viertelfinale eine unerwartet klare Angelegenheit für die deutschen Degenfechter. Gegen den Halbfinalgegner Frankreich konnte Ulli Stolze den psychologisch wichtigen ersten Kampf bis zum Zeitablauf offen halten, der „sudden death“ in der Verlängerung musste entscheiden. Hier bewies Stolze, der sich mit Trainer Dimitrije Pauljev intensiv auf diesen Saisonhöhepunkt vorbereitet hatte, die besseren Nerven und holte den entscheidenden Treffer. Auch das zweite Gefecht gewann der derzeit erfolgreichste Athlet der TSG Rohrbach und durch das deutliche 5:1 gegen die Equipe Tricolore war eine Medaille bereits sicher.



Das deutsche Senioren-Team

„Schade dass uns im Finalkampf nichts mehr gelingen wollte; aber die beiden trotz der eindeutigen Ergebnisse äußerst hart umkämpften Siege zuvor haben uns anscheinend doch einige Substanz gekostet. Die bärenstarken Ukrainer hatten dagegen einen wesentlich leichteren Lauf erwischt“ analysierte der Heidelberger anschließend treffend. Doch die anfängliche Enttäuschung ist längst der Freude über das Erreichte gewichen.

„Gerade erst hat unser Herrenteam die Deutsche Vize-Meisterschaft gewonnen, da wird schon wieder ein neues Erfolgskapitel in der Vereinschronik aufgeschlagen – macht nur so weiter!“ lautet denn auch das begeisterte Fazit von Sportwart Volker Oberkircher.

(Georg Schmidt-Thomée, 01 Jun 2010)


DM-Bronze für Philipp Becker mit dem Länder-Team

+++ Unser B-Jugend-Fechter qualifizierte sich durch einen tollen 13. Platz im Einzel +++

Nachwuchs-Fechter Philipp Becker von der TSG Rohrbach gelang bei der ersten DM-Teilnahme gleich der ersehnte Medaillengewinn: nach einem famosen 13.Platz im Einzelwettbewerb wurde er als zweitbester Vertreter Nordbadens seines Jahrgangs von Landestrainer Joachim Braun folgerichtig in die Länderauswahl berufen. Zusammen mit Silvio Baumann (FC Hardheim), Rico Braun und Martin Gehles (beide TBB) gewann Philipp Becker am Folgetag die Bronzemedaille im Team-Wettbewerb durch einen überlegenen 45:27 Erfolg über die Vertretung von Württemberg. Zuvor gelangen hohe Siege über Schleswig-Holstein (45:22) und Südbaden (45:36) bis im Halbfinale das Team aus Hessen nach unwahrscheinlich spannendem Kampf mit 45:41 die Oberhand behielt.



Philipp Becker (ganz links) und das Team Nordbaden I

Beim Einzelwettbewerb überstand Philipp Becker problemlos die ersten Runden, sieben Siegen standen nur zwei Niederlagen gegenüber. In der KO-Runde bewies der Schüler von Dimitrije Pauljev große Nervenstärke: zwei Gefechte konnte er nach Rückstand noch erfolgreich zu seinen Gunsten entscheiden, womit er dem Landestrainer sein bereits vorhandenes taktisches Geschick beweisen konnte. Erst gegen den späteren Fünften Noé Walter aus Osnabrück, kürzlich Sieger beim Heidelberger Schloss-Pokal, kam das Aus kurz vor dem greifbar nahen Finaleinzug.



Philipp Becker (rechts) weicht einem Fußtreffer aus und kontert

Im jüngeren Jahrgang schaffte Alexej Steuerle als Nachrücker die Qualifikation, landete einen Sieg in der Vorrunde bei vier Niederlagen und belegte Rang 55. Souverän mit positiver Gefechtsbilanz von  4:1 stiegen Lucien Studinger und Franz Schweizer in die 2.Runde auf. Hier gelang beiden jeweils 1 Sieg bei drei Niederlagen was die Plätze 33 und 35 bedeutete. „Unser Nachwuchs muss noch Erfahrungen sammeln, aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Welcher Verein ohne Leistungszentrum kehrt schon jährlich mit mindestens einer Medaille von der B-Jugend-DM zurück?“ lautet denn auch das zufriedene Fazit von Sportwart Volker Oberkircher.



Philipp Becker mit unserem Trainer Dimitrije Pauljev

(Georg Schmidt-Thomée, 01 Jun 2010)


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