Fechten in Heidelberg

Faszination Fechten

Fechten - das ist eine einzigartige Mischung aus Kampf und Ästhetik, aus Technik und Taktik, aus Präzision und Konzentration. Der Heidelberger Fecht Club TSG Rohrbach und die Fechter der Universität Heidelberg ermöglichen allen Interessierten, die Faszination Fechten selbst zu erleben. Unterstützung erfährt unser Sport durch den Förderverein Heidelberger Fecht Club. Herzlich Willkommen auf unserer gemeinsamen Internetpräsenz!


Maria Hugas Mallorqui und Georg Schmidt-Thomée für Europameisterschaften nominiert

Nach der zweiten Bronzemedaille in Folge bei den Deutschen Meisterschaften war eigentlich alles klar - nun folgte die offizielle Bestätigung: Maria Hugas Mallorqui wurde vom Deutschen Fechterbund für die U23-Europameisterschaften in Bratislava (Slowakei) nominiert.

Der Einzelwettkampf findet am 25. Mai statt, die Teamwertung folgt dann drei Tage später am 28. Mai. Dabei wird Maria Hugas Mallorqui von Sabrina Stahlberg (FC Offenbach), Janna Reimer (OFC Bonn) und  Julia Morawietz (TSV Bayer 04 Leverkusen) unterstützt.

Cheftrainer Dimitrije Pauljev wird ebenfalls vor Ort sein - er (und sein gesamtes Team) dürfen schon jetzt stolz auf die Nominierung sein. "Maria hat eine phantastische Saison gefochten und ist in bester Form - wir drücken Ihr alle ganz fest die Daumen," freut sich Abteilungsleiter Volker Oberkircher.

Auch Georg Schmidt-Thomée vertritt die deutschen Farben auf internationalem Parkett: Bei den Europameisterschaften der Senioren in Kalmar (Schweden) geht er mit dem deutschen Herrendegen-Team an den Start. Dabei ist er selbst am skeptischsten, weil seine erst kürzlich zugezogene Beinverletzung immer noch Probleme bereitet und ihn sogar zur Absage der deutschen Meisterschaften zwang. "Aber wer Georg kennt, weiß, dass er auf der Bahn hundertprozentig da sein wird," glaubt Oberkircher und ist optimistisch, dass das deutsche Team bei der Medaillenvergabe zumindest eine Außenseiterchance hat.

Wir drücken unseren beiden EM-Startern ganz fest die Daumen!

+++ update +++
Georg Schmidt-Thomée holt mit dem deutschen Herrendegen-Team den fünften Platz bei den Europameisterschaften der Senioren. Nach einer Niederlage gegen Finnland und einem Sieg gegen Norwegen in der Vorrunde kamen die Deutschen im Achtelfinale gleich nochmal gegen Norwegen - und gewannen wieder. Im Viertelfinale mussten sie sich aber dem späteren Sieger Italien geschlagen geben. Durch zwei beeindruckende Siege gegen die starken Ungarn und Russen holte das deutsche Team dann noch den fünften Platz.

(Volker Oberkircher, 18 May 2012)


Aktiven DM: Better than ever!

Maria Hugas-Mallorqui holt wieder DM-Bronze......



Das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte erreichte unsere Fechtabteilung bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften. Neben Maria Hugas-Mallorqui, die ihren sensationellen 3.Platz vom Vorjahr bestätigen konnte, punkteten auch Waheed Shafiq und Henning Wirth bei den Herren. Zudem gelangen der Herren-Mannschaft am Sonntag noch einige kräftige Paukenschläge. Doch da Fechten eine sehr traditionsbewusste Sportart ist, gilt bei uns „Ladies first“ – also der Reihe nach!

Der erhoffte Einzug ins Finale der letzten acht gelang Maria Hugas-Mallorqui eindrucksvoll: Nach einem lockeren 15:6 im ersten Gefecht der Direktausscheidung über Maier aus Quernheim eliminierte sie die starken Berliner Kader-Athletinnen Kirschen und Brockmann jeweils mit 15:8 souverän. „Das war besonders wichtig, weil beide direkte Konkurrentinnen im Kampf um die U-23 WM-Teilnahme sind“ war Trainer Dimitrije Pauljev erleichtert, denn das Ticket für die Titelkämpfe in Bratislava dürfte Maria nun sicher sein. Mit dem folgenden 15:13 über Huptas aus Leverkusen konnte eine alte Rechnung aus Junioren-Zeiten beglichen werden, eine DM-Medaille war damit sicher. Dass diese eine noch hellere Farbe als 2011 bekam verhinderte einmal mehr die Ranglisten-Erste Ricarda Multerer. Die Heidenheimerin bedeutete im Halbfinale Endstation und gewann vor 800 begeistert mitgehenden Zuschauern anschließend auch den Titel durch ein 15:12 über Lokalmatadorin Beate Christmann. Wer sich in der HFC TSG-Historie gut auskennt weiß, dass Beate Christmann vor 12 Jahren als Mitglied unseres Vereins den internationalen Durchbruch schaffte. Und nun konnte Maria die Abwesenheit von Britta Heidemann zu einer weiteren vereinsinternen Sternstunde nutzen, nämlich um tabellarisch an der Olympiasiegerin vorbei zu ziehen und sich endgültig in der deutschen Spitze zu etablieren. „Vierte auf der deutschen Rangliste – das ist absoluter Wahnsinn!“ war Abteilungsleiter Volker Oberkircher völlig aus dem Häuschen, nachdem er wie Co.Trainer Alexander Hoppe und viele andere Fans am PC die Live-Übertragung verfolgt und Daumen gedrückt hatte.



....... Henning Wirth und Waheed Shafiq packen die ersten 32,


Dass daneben auch die TSG-Herren erfolgreich waren, ist sensationell, ist doch die Qualifikation schon so schwierig, dass aus dem stärksten Landesverband Nordbaden regelmäßig ehemalige Jun.-WM-Teilnehmer auf der Strecke bleiben. Doch erstmals seit Jahren konnten sich zwei TSG-ler qualifizieren. Waheed Shafiq gelang nach toller Vorrunde mit 5 Siegen bei 1 Niederlage auch ein 15:12 Erfolg über Zubel (Laupheim), ehe gegen den späteren Titelgewinner Steffen Launer aus Böblingen das knappe Aus kam. „Schade dass nach der 11:10 Führung der Faden gerissen ist, ich hatte ihn vorher voll drauf“ lautete das selbstkritische Fazit. Und tatsächlich gelang ihm am Folgetag mit 6:4 eine eindrucksvolle Revanche im Team-Wettbewerb gegen den neuen Champion. Auch Henning Wirth punktete im Einzel: Nach erfolgreicher Vorrunde (3:3) rang er Rico Leiser aus Esslingen nieder, ehe sich der Heidenheimer Markovic als unüberwindbar erwies.



und das Herren-Teams zeigt einen ganz starken Auftritt!


Im Team setzten die Heidelberger noch einen drauf: Henning Wirth und Waheed Shafiq konnten ihre tolle Form vom Vortag konservieren und zeigten keinerlei Ermüdungserscheinungen, während sich Alexander Trützschler v. Falkenstein und Robert Schmier dem hohen Niveau nahtlos anpassten: Starke Vereine wie Esslingen (45:35), Friesenheim (45:30) und Bonn (45:27)wurden geradezu deklassiert. Auch Böblingen um Einzel-Gewinner Launer hatte beim 38:45 das Nachsehen, ehe im Halbfinale der Seriensieger aus dem Taubertal Endstation bedeutete. Auch im Kampf um Bronze gegen Titelverteidiger Heidenheim machte das TSG-Team beim 30:45 keine schlechte Figur und errang zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte nach 1989 und 2005 den ehrenvollen 4.Platz.



Die TSG-Damen fochten die Vorrunde nicht optimal und trafen nach schlechter Setzung schon im Achtelfinale auf Tauberbischofsheim. Der daraus resultierende 12.Platz entspricht nicht dem wahren Leistungsvermögen. Immerhin gelang es Laura-Jil Heim, Deike Heinzelmann, Maria Hugas-Mallorqui und Katrin Stolze, durch ein überlegen erkämpftes 45:20 in der Vorrunde über Berlin-Wittenau, fünf Teams hinter sich zu lassen. Ein zwiespältiges Fazit konnte Sportwart Hilmar Reiß ziehen: „Auch bei den Herren hatten wir mal eine längerer Durststrecke, doch seit zwei Jahren wird wieder intensiver und mit viel Spaß trainiert, und schon ist der Erfolg da! Unser Damenteam hat ähnlich viel Potenzial, aber derzeit können eben nicht alle Ausbildung und Hobby so gut unter einen Hut bringen, doch wir arbeiten dran.....!“ Es kommt halt immer auf die Perspektive an. Die TSG Hoffenheim wäre sicherlich froh, wenn die Bundesliga-Mannschaft einen Europapokal-Platz und das Damenteam den 12. Rang in der ersten Liga belegen würde......



(Georg Schmidt-Thomée, 05 May 2012)


Maria Hugas-Mallorqui mit eisernen Nerven

 

Fechterin der TSG Rohrbach in Ludwigshafen im Finale - Monika Sozanska siegreich


Das 27.Internationale Damendegen-Turnier um den „Preis der Quadratestadt“ fand wegen Hallenproblemen des Ausrichters TSV Mannheim abermals auf der anderen Rheinseite in Friesenheim statt. Vor fachkundiger Kulisse gewann Monika Sozanska aus Heidenheim erstmals dieses Qu-B-Turnier nach einem spannenden 10:9 Erfolg über Beate Christmann (TBB), die in den letzten Jahren zweimal diesen traditionsreichen Wettkampf dominiert hatte. Bei 118 Starterinnen aus 13 Nationen ging es zudem um Punkte für die deutsche Rangliste und damit die Kader-Zugehörigkeit sowie letztlich die Besetzung des deutschen Teams für London, falls die Qualifikation für Olympia gelingt. Während die Heidenheimerinnen Sozanska und Ricarda Multerer, die sich mit Julia Morawietz (Leverkusen) den Bronzerang teilte, ihre Ranglistenführung verteidigten, konnte Christmann auf den vierten Rang vorstoßen. Sie muss die Position nun bei den anstehenden Weltcups gegen Imke Duplitzer verteidigen, die sich ebenso wie die Ranglistendritte Britta Heidemann derzeit noch in der Trainingsaufbau-Phase befindet. Erstmals das Finale der besten acht erreichte Maria Hugas-Mallorqui von der TSG Rohrbach, die dadurch die Qualifikation für die Weltcups in Budapest und Barcelona sicher hat und nun nur noch den Sponsor braucht, der bei diesen Grand-Prix-Turnieren die optimale Betreuung durch Heimtrainer Dimitrije Pauljev ermöglicht. „In der KO-Runde hieß es mehrfach hopp oder topp – bei drei Gefechten hat Maria aber Nerven wie Drahtseile bewiesen und jeweils 15:14 gewonnen“ spielte Trainer Dimitrije Pauljev den eigenen Anteil seiner taktischen Vorarbeit etwas herunter. „Es wäre genial, wenn wir erstmals auch beim Weltcup punkten könnten“ lautet das nächste Ziel, denn dann wäre der B-Kaderplatz so gut wie sicher und erstmals ein Heidelberger Degen-Ass so erfolgreich in der Aktivenklasse!

 

Auch Bundestrainer Sozanski war beeindruckt, nachdem sich die Heidelberger Medizinstudentin auf dem 7. Platz der deutschen Rangliste festgesetzt hat: „Maria hat eindrucksvoll bewiesen, dass der 3. Platz bei der DM keine Eintagsfliege war“! Vor der Finalrunde waren zunächst zwei harte Ausscheidungsrunden zu überstehen, dies gelang aus der Region auch Karen Neuhaus und Renate Alles (beide TSG Friesenheim) sowie Claudia Becker vom FC Mannheim, die sich somit im Vorderfeld dieses hochwertigen Wettkampfes platzieren konnten. Denn das Niveau war durch die Aufnahme der Veranstaltung in die U 23 Wertung des internationalen Verbands enorm gewachsen. Neben Morawietz und Hugas-Mallorqui konnten mit Nadine Stahlberg (5.) und Florina Plachta (6., beide Offenbach) weitere junge Finalistinnen ihre europäischen Ranglistenpositionen verbessern, während Anja Schünke (7. Platz, Heidenheim) nach längerer Babypause bewies, dass auch junge Mütter treffsicher zustoßen können......

Von der TSG Rohrbach konnte Deike Heinzelmann souverän die Zwischenrunde erreichen, danach landete sie auf dem 72. Platz. Dagmar Heinzelmann hielt sich wacker, doch ein Sieg reichten ihr und den Schwestern Laura und Chiara Schmidt-Thomée nicht zum Weiterkommen nach der Vorrunde.



(Georg Schmidt-Thomée, 12 Feb 2012)


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